Pilze bestimmen

Die richtigen Pilze im Korb

Die richtigen Pilze im Korb

Wenn es im Herbst wieder regnerischer wird, hat man so richtig Lust auf eine Pilzsuppe.
Doch man möchte lieber Pilze sammeln gehen als in den Markt zu gehen. Aber manche sind noch unerfahren bei der Pilzsuche und können sogar giftige Pilze erwischen. Damit dies nicht passiert und worauf sie beim Pilze sammeln achten sollten erfahren sie hier.

(ACHTUNG! Dieser Ratgeber wird niemals einen echten Pilzratgeber oder Pilzberater ersetzten. Achtet darauf, dass ihr die Pilze niemals anhand von Fotos oder Videos im Internet beurteilt, sondern immer durch die Kombination von wichtigen Merkmalen. Bitte lagert die Pilze Artgerecht und kocht sie vor dem Verzehr.)

 

Allgemeine Kriterien beim Pilze Sammeln

 

Die richtigen Pilze finden

Die richtigen Pilze finden

Zuerst sollte man sich anschauen, wo man den Pilz gefunden hat und auch zu welcher Jahreszeit. Seit dabei präzise und vereinfacht z.B. euren Fundort nicht mit „Wald“ oder „Baum“. Vermerkt auch den Boden und benachbarte Pflanzen. Dann könnt ihr euch den Pilz genauer anschauen und ihn dementsprechend einteilen. Ihr notiert die Farbe des Stiels, des Hutes und der Lamellen. Die Größe ist auch wichtig sowie die Formeigenschaften des Pilzes. Ihr müsst aufpassen: Pilze derselben Art können in verschiedenen Farben und Größen vorkommen sowie dass alle Pilze nicht immer einen Stiel, Hut oder Lamellen haben.

Jetzt guckt ihr genauer auf den Hut. Notiert Hutoberfläche, Hutform, Hutrand sowie die Eigenschaften der Huthaut. Unter dem Hut finden sich meistens Lamellen, Stacheln, Leisten und Röhren. Die haben wiederum eigene Eigenschaften. Wie verhält sich die Unterseite beim Schneiden? Welche Färbung hat sie? Wie dicht sind die Lamellen oder haben sie noch Zwischenlamellen (falls vorhanden)? Wie ist die Porengröße bei Röhrenpilz? Wo wachsen die Lamellen und wachsen sie überhaupt am Hut? Versucht, möglichst viel vom Pilz zu erfassen, um ihn zu Bestimmen. Dabei ist es auch wichtig Druck auf den Pilz bzw. die Lamellen auszuüben und sich anzusehen was passiert.
Nun kommt ihr zum Stiel, falls er vorhanden ist. Erfasst die Farbe, die  Faserstruktur, die Musterung sowie alle Kleinigkeiten des Stiels. Dazu gehört auch die Form des Stiels sowie die Beschaffenheit des Stiels. Viele, aber nicht alle Pilze haben einen Ring und er hat auch Eigenschaften.

Schneidet niemals den Pilz vor der Bestimmung ab. Denn ihr vernichtet damit die Stielbasis. Die Stielbasis kann Kugelförmig wie eine Knolle, muss aber keine Knolle sein. Vor allem Anfänger sollten Pilze mit offenstehender Stielbasis meiden, dass diese Arten höchstwahrscheinlich giftig sind. Nach dem Sehen und Fühlen kommen die Sinne Riechen und Schmecken dazu. Doch nur Erfahrene sollten probieren, da allein die Berührung durch die Zunge mit giftigen Pilzen tödliche Konsequenzen haben könnte.

 

Worauf zu achten ist

 

Pilze richtig bestimmen

Pilze richtig bestimmen

Erst, wenn ALLE Merkmale eines Pilzes mit der Beschreibung im Pilzratgeber (Kauft euch unbedingt ein Ratgeber Buch, weil dies Essentiell für die Pilzbestimmung ist), könnt ihr den Pilz abschneiden.

Holt euch immer eine zweite Person zur Beratung herbei. Zusätzlich kann man sich noch einen Experten von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM) hinzuziehen und seinen Korb voller Pilze auf Gifte überprüfen lassen. Fragt auch nach seinem DGfM Ausweis. Falls es doch mal schiefgelaufen ist, sollt ihr sofort einen Arzt konsultieren und euch Beratung bei der DGfM holen.

 

Besonderheiten

 

Es gibt über 5000 Pilzarten, davon 150, allein im europäischen Raum. Da kann man schnell einen giftigen Pilz nicht von einem essbaren unterscheiden. Zum Beispiel ist der falsche Pfifferling von seinem echten Bruder, dem Pfifferling kaum unterscheidbar, die Lösbarkeit der Lamellen macht sie unterschiedlich.

Wenn ihr die Farbe rot oder andere ausgefallene Farben seht, solltet ihr den Pilz lieber meiden, da z.B. der Fliegenpilz damit signalisiert, dass er giftig ist. Ihr könnt ihn aber dennoch pflücken und als Fliegenfalle verwenden. Legt ihr nämlich den Fliegenpilz in Milch, trinken die Fliegen die vergiftete Milch und verenden.

Es gibt auch2 für die Nachtentdecker leuchtende Pilze, die meist ein grünliches Leuchten. Manche Pilze werden rituell benutzt, da diese Rauschähnliche Zustände auslösen können.

 

Zum Schluss

 

Erfolgreiche Pilzsuche

Erfolgreiche Pilzsuche

Ihr seht, dass es nicht so einfach ist, Pilze zu sammeln. Wie ihr erfahren habt, ist dies eine Tätigkeit, die genauen Kenntnisse der Pilz- und Baumkunde erfordert, sowie Hilfe von einem Experten. Deswegen solltet ihr auch niemals einen Pilz aufgrund von ähnlichen Merkmalen sammeln, sondern immer mit anderen Pilzen vergleichen und so nicht die giftige Variante des gleich aussehenden Pilzes erwischen.Ich hoffe, dass dieser kurze Ratgeber euch ein wenig weitergeholfen hat (Aber ihr solltet euch nicht darauf verlassen) und ihr bei der nächsten Pilzsuche schlauer seid.

Die Kommentare wurden geschlossen